Spielbericht

Foto: Der Teckbote, Markus Brändli
Foto: Der Teckbote, Markus Brändli

Die ERSTE - Gewonnen, egal wie - 10.02.2019

 

Hauptsache gewonnen - so dürfte das Kirchheimer Fazit nach dem 32:28-Heimsieg der VfL-Handballer am Samstag gegen Tabellen-Schlusslicht TSB Ravensburg lauten. Gegen den Gegner aus dem Oberschwäbischen erwischten die Blauen nicht ihren besten Tag.


Bis zum 3:3 nach vier Minuten blieb die Begegnung ausgeglichen. Danach zogen die Gastgeber allmählich davon. Josua Schenk gelang das 8:4, doch so richtig laufen wollte es noch immer nicht. Zwar stand die Abwehr vor VfL-Torhüter Kevin Hsu sicher, doch im Angriff fehlten das gewohnte Tempo und die Treffsicherheit, wie sie in den bisherigen Heimspielen gezeigt wurde. Die Folge: Ravensburg stellte mit dem 10:11 dreieinhalb Minuten vor dem Pausenpfiff den Anschluss wieder her. Bis zum Seitenwechsel erhöhten die Blauen durch zwei Treffer von Julian Mikolaj noch einmal 13:11. VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil nahm seinen Ärger mit in die Kabine. Mit der bis dahin gezeigten Leistung seiner Mannschaft konnte niemand zufrieden sein.


Doch am Spielverlauf änderte sich zunächst auch in der zweiten Hälfte nichts. Bis zum 17:15 nach knapp 40 Minuten blieben die Gäste dran. Erst Dominik Merkle und Youngster Lars Hamann brachten mit drei Treffern in Folge ihre Mannschaft mit 20:15 und damit deutlicher in Front. Eine Vorentscheidung bedeutete aber auch diese Phase nicht. Beim VfL war weiterhin Sand im Getriebe, und die tapfer kämpfenden Gäste wussten dies zu nutzen. Beim 20:22 durch Ravensburgs Lazar Farkas war das Spiel plötzlich wieder eng. Dass es nicht noch knapper wurde, war vor allem Torhüter Kevin Hsu zu verdanken, der einige gute Möglichkeiten der Gäste parierte. Viel wichtiger: Er riss seine Mannschaft in der Schlussphase mit. Bis zur 52. Spielminute erarbeitete sich der VfL wieder einen Fünf-Tore-Vorsprung (26:21), und diesmal ließen sie den Gegner nicht wieder herankommen. Knapp fünf Minuten vor dem Ende sorgte Josua Schenk mit einem Doppelpack zum 30:23 für eine beruhigende Führung. Kirchheims Co-Trainer Uwe Hamann fand danach die richtigen Worte: „Auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen.“jm

 

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Die ERSTE: Hsu, Latzel, L. Hamann (2), Habermeier (6), Mikolaj (9/3), Merkle (3), Schenk (5), Schwarzbauer (1), Keller (2), Real, Sadowski (1), Rudolph (3)

TSB Ravensburg: Neff, Langlois (4/1), Farkas (6/1), Schwarz (9/1), Paul, Frank (2), Tosberg, Müller, Geiß (1), Gohmann (1) Schlichter, Kalb (4), Hensel (1)

Vorbericht

Bild: HP TSB Ravensburg, Rolf Schultes
Bild: HP TSB Ravensburg, Rolf Schultes

Die ERSTE - Heimsieg gegen Schlusslicht eingeplant - 09.02.2019

 

Am heutigen Samstagabend erwarten die Handballer des VfL Kirchheim das aktuelle Tabellenschlusslicht der Handball Landesliga Staffel 3. Um 19:30 empfangen die Blauen die TSB Ravensburg in der heimischen Walter-Jacob-Halle.

Nachdem die Tecksieben mit dünnem Kader am vergangenen Wochenende mal wieder eine Auswärtsniederlage hinnehmen musste, möchte man nun wieder mit der gewohnten Heimstärke zwei weitere Punkte einfahren. Zwar fehlten bei der 25:30 Niederlage gegen die TSG Söflingen 2 mit Robin Habermeier, Thimo Böck und Martin Rudolph äußerst wichtige Stützen der Mannschaft, jedoch überwog nach Schlusspfiff die Enttäuschung über die erbrachte Leistung. Mit ein wenig mehr Cleverness wäre durchaus Zählbares zu holen gewesen.

 

Der Fokus ist aber längst auf den TSB Ravensburg gerichtet. Die Marschroute gegen den Tabellenletzten ist klar - ein Sieg muss her. Doch trotz der tabellarisch klaren Verhältnisse darf der VfL seinen Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die letzten beiden Auswärtspartien verloren die Ravensburger Rams nämlich äußerst unglücklich. Während man sich der TG Biberach mit 26:28 geschlagen geben musste, war es beim TV Reichenbach mit 28:29 noch knapper. Schon beim Hinspiel zeigten sich die Rams als eine Mannschaft, die zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgibt.

 

Ausnahmsweise hat man im Lager der Blauen ganz speziell an dieses Hinspiel beste Erinnerungen. Denn beim Gastspiel der Teckhandballer in Ravensburg konnte mit 42:32 der bisher einzigste Sieg in fremder Halle gefeiert. Dafür ist es auch dieses Mal nötig, aus einer sicheren Abwehr heraus zu agieren um auch einfache Tore über die erste und zweite Welle zu erzielen. Doch gerade die Defensivarbeit ist es, die dem VfL schon die ganze Runde Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Während dies bei den Heimspielen noch mit einem torhungrigen Angriff kompensiert werden kann, ist es in den Auswärtspartien umso schwerer in den Begegnungen zu bestehen.

 

Die Trainingsbedingungen waren unter der Woche nicht die Besten. Während Robin Habermeier erst am Donnerstag wieder in das Training einsteigen konnte, fehlten einige Spieler durch Krankheit oder Verletzungen komplett. Doch bis auf den noch pausierenden Thimo Böck dürften bis Samstag alle Spieler wieder einsatzfähig sein. Somit sind alles Gegebenheiten für einen weiteren Heimerfolg geschaffen. Jm

 

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Die ERTSE: Latzel, Hsu, Mikolaj, Rudolph, Schwarzbauer, L.Hamann, T.Hamann, Schenk, Merkle, Sadowski, Real, Keller, Habermeier