Spielbericht

Die ERSTE - Kleine Formkrise - 02.11.2108

 

Der VfL Kirchheim verliert in einem schwachen Landesligaspiel mit 22:31 (13:11) gegen die SG Lauterstein 2 und ist nun endgültig in einer Formkrise angekommen.

Fast schon ratlos standen die VfL-Handballer nach Abpfiff der Partie auf dem Parkett. Der eine suchte den Fehler beim Schiedsrichter, der andere beim Trainer, wieder ein anderer bei sich selbst. Woran es letztlich wirklich lag - wahrscheinlich von allem etwas.


Dabei spielten die Teckstädter in der ersten Halbzeit einen ordentlichen Handball. In der Abwehr schien man wieder zu alten Stärken gefunden zu haben und im Angriff wurden geduldig die Chancen rausgespielt. Folglich lag der VfL Kirchheim in der ersten Hälfte nicht einmal im Rückstand und hatte das Spielgeschehen voll im Griff. Den einzigen Vorwurf, den sich die Mannschaft um Kapitän Roman Keller gefallen lassen muss ist, dass man es versäumt hatte mit einem höheren Vorsprung als 13:11 in die Kabinen zu gehen.


Die zweite Halbzeit sollte dann ein Sinnbild des Spiels der vergangenen Woche in Biberach werden. Eine kleine taktische Änderung der Gastgeber, nämlich die Manndeckung des besten Kirchheimer Akteurs, Thimo Böck, führte zu einem derartigen Leistungsabfall, wie es die mitgereisten Kirchheimer Fans lange nicht mehr gesehen haben.


Beim VfL Kirchheim lief nun sowohl hinten als auch vorne nichts mehr zusammen. Der taktischen Aufgabenstellung der Lautersteiner folgte keine Antwort von Kirchheimer Seite. Angetrieben vom fehlerhaften Spiel der Teckstädter, überrannte die Württembergliga-Reserve der SG Lauterstein in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit die Gastmannschaft förmlich. Mit einem 13:3 Lauf zum 24:16 reichten den Gastgebern 15 Minuten, um das Spiel für sich zu entscheiden.

Am Sonntagnachmittag erwarten die taumelden Kirchheimer mit dem TV Steinheim bereits den nächsten Gegner. Sollte Kirchheims Formkrise anhalten, wird es nahezu unmöglich sein den Heimnimbus aufrechtzuerhalten. Mit der Rückkehr von Spielmacher Dominik Merkle sowie Rückraum-Shooter Jonas Hesener wird sich zumindest die Personalsituation etwas entspannen. Anpfiff ist am Sonntag um 17.00 Uhr in der Walter-Jacob-Halle. Dp


VfL Kirchheim: Latzel, Pisch – Pradler, Mikolaj, Hesener(?), Böck, Rudolph, Merkle, Keller, Real, Sadowski, Schenk, Schwarzbauer, Hamann

Vorbericht

Die ERSTE - Gleiches Handicap, anderer Gegner - 30.10.2018

Der VfL Kirchheim bestreitet erneut ein Spiel in der Ferne und reist an Allerheiligen zum Gastspiel nach Lauterstein. Anpfiff ist um 17.00 Uhr in der Lautersteiner Kreuzberghalle.

Nur fünf Tage nach dem desaströsen Auftritt in Biberach steht das nächste Ligaspiel für die Kirchheimer Handballer an. Abermals muss der VfL ohne seine halbe Rückraumachse mit Habermeier, Merkle und Hesener auskommen. Kapitän Roman Keller sieht darin aber auch eine Chance: „Nach dem Auftritt in Biberach bekommen wir die Gelegenheit zu zeigen, dass wir auch ohne diese drei Spieler gut spielen und gewinnen können“.


Die SG Lauterstein 2 startete furios mit drei Siegen in die Runde. Diesen folgten allerdings auch drei Niederlagen. Somit steht die SG momentan mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf dem zehnten Tabellenplatz. Mit dem Auswärtserfolg beim TV Altenstadt konnte die Württembergligareserve der SG Lauterstein bereits ein dickes Ausrufezeichen setzen und zeigen, was an einem guten Tag alles möglich ist. Bereits vergangene Saison landete die SG als Aufsteiger auf einem guten siebten Tabellenplatz und steht auch diese Runde wieder voll im Soll. Auch im Kirchheimer Lager kann man mit der bisherigen Punkteausbeute zufrieden sein. „Kein Grund aber, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen“, meint VfL Trainer Eisenbeil, der deshalb auch gleich die klare Vorgabe „in Lauterstein muss ein Sieg her“ hinterherschiebt. Für dieses Unterfangen wird allerdings eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten sein. Vor allem das bisherige ‘Problemkind‘ der Kirchheimer, die Abwehr, gilt es endlich wieder auf Vordermann zu bringen. Dp

VfL Kirchheim: Latzel, Pisch – Pradler, Mikolaj, Böck, Keller, Real, Rudloph, Schwarzbauer, Schenk, T.Hamann, Sadowski, M. Hamann